Hardangervidda im Winter
Da wir in Oslo leider zu wenig Schnee hatten, mussten wir unsere Urlaubsplanung für Ostern verändern und sind dann spontan geplant in die Hardangervidda. Dies ist so fast der einzigste Ort zum Skilaufen hier in Norwegen. Mein Arbeitskollege hat witzigerweise eine ähnliche Strecke mit seinen Kinder geplant, so dass wir diese dann am Sonntag im Zug nach Haugastöl getroffen haben. Die Anreise war gemütlich, und draußen grünte es nur so. Da wussten wir nicht, ob wir wirklich Schnee bekommen sollten. Mein Arbeitskollege meinte kurzerhand wir sollten statt in Haugastöl schon in Ustaoset aussteigen, da wir starken Wind haben sollten und so die Strecke angenehmer wäre. Also dann eine vorher ausgestiegen und kurz vorher war auch eine fantastische Winterlandschaft vor den Fenstern zu sehen.

Am Bahnhof ausgestiegen machte sich auch gleich der starke und kalte Wind bemerkbar, da hieß es dann erstmal direkt Handschuh und Mütze an. Auf dem Bahnhof haben wir dann noch ne Frau mit ihrem Sohn aufgelesen, die auch zur Tuvahytte wollten. Dann hieß es den Anfang der Löype finden, da wir nicht das Eis queren wollten. Nach ein paar hin und her, war diese dann auch recht schnell gefunden und ab gings. Da die Hardangervidda ein Hochplateau ist, war dann auch erstmal der Aufstieg auf das Plataeu gefragt. Auf der anderen Seite der Vidda in Rykan befindet sich die Korssobahn, die einen bequem nach oben bringt. Hier heißt es hochstapfen. Aber bei jedem Schritt wird auch die Aussicht auf die umliegenden Berge schöner. Unser Mitläufer hatten wir bis nach oben hin hinter uns gelassen, die Frau hatte auch 29 kg auf dem Rücken, da war es kein Wunder. Wir haben uns stark an die DNT Packliste gehalten und hatten 12-13 kg auf dem Rücken, das ist ein Unterschied. Der Weg nach Tuva war mit 7 km recht kurz, aber der Wind machte sich dann oben immer mehr bemerkbar, vermischte sich mit Schnee und gab einen ersten Eindruck von Winter in den Bergen. Nach einer netten Abfahrt suchte ich auf dem GPS die Hytte, fand sie schließlich auch, sollte 100m vor mir sein. Jaja ein paar Schritte weiter machte sie sich in einer Senke bemerkbar. :) Die Hytte war sehr überlaufen, 20 Betten gabs plus Schlafsäle, aber 70 Leute waren dann noch ein wenig viel. Gott sei Dank wird niemand abgewiesen und wir haben ein Platz auf einer Matratze auf dem Boden bekommen. Nach einem lecker 3-Gänge Abendessen, was uns jeden Tag auf der Tour Abends erwartete gings dann in eine unruhige erste Nacht.
Der nächste Tag wartet mit viel Sonne und guter Laune. Auf gings zu unserem nächsten Ziel Heinseter. Trotz des Windes kamen wir sehr gut voran. Eine Abfahrt erwartet uns später nach Hein, herrlich. 2 1/2 Stunden für 14 km, das war gut. Waren aber sehr früh dadurch auf der Hytte, so dass wir nach Rücksprache mit meinem Arbeitskollegen entschieden haben weiter nach Rauhellern zu laufen. 12 km, sollten wir also dann bald da sein. Tja Pustekuchen. Der immer stärker werdende Wind, der von der Seite mit 5 Windstärken bläst machte es sehr beschwerlich und immer langsamer. Eine Pause war bei dem Wind nicht möglich, also immer schön weiter. Puuuuh. Völlig geschafft kamen wir nach 4 1/2 Std. in Rauhellern an. Da schmerzten einige Muskeln, aber ein richtiges Bett diese Nacht in einem Zimmer mit meinem Arbeitskollegen gleichte es dann etwas aus. Ein leckeres Essen gabs dann natürlich auch bevor wir sehr früh in die Betten vielen.
Der nächste Tag brachte uns auf dem Thermometer -15 Grad und windstille beim aufstehen. Herrlich. Also schnell lecker Frühstücken, packen und auf gehts. Die Planung hieß nun Querung der Hardangervidda, um Rückenwind statt Gegenwind zu haben. Gott sein Dank hatten wir noch kein Rückfahrtticket gebucht. Das Ziel hieß dan Marbu. Nach der Überquerung des Sees und dem Aufstieg wurden schnell Mütze und Handschuhe entfernt, in der Sonne ist es viel zu heiß. Kein Winde wehte, beschweren wollen wir uns mal nicht. Die Spur wurde heute zum Ende der Tour immer eisiger. 20 km standen diesmal auf dem Plan. Gegen 14:30 Uhr und gut gelaunt kamen wir an der netten Hytte in Marbu an. Da war dann noch viel Zeit sich in die Sonne zu setzen und mit ein paar Mitskiläufern zu quatschen.
Nächter Tag: Sonne, kein Wind. Und ein riesiger See vor uns. Es hieß also "stakken" was das Zeug hält. Das heißt einfach auf den Skiern stehen und sich mit dem Stocken abstoßen um vorwärts zu kommen. Sehr anstrengend, sehr sehr!! Besonders tuts unter den Füßen weh. Puuuh und dann diese Geräusche vom knackenden Eis, Schrecklich. In Norddeutschland geht man ja nicht zu oft aufs Eis. Auch wenn das Eis 1-2 m dick sein soll, hat mich das nicht zu sehr beruhigt. Besonders wenn es mal direkt und einem Gewittert. Pause haben wir dann lieber an Land gemacht. Sicher ist sicher. Die Skilöype haben wir dann nicht ganz gefolgt, sie sollte nochmals über die Berge gehen, aber das war uns zu wenig Schnee. Wir kommen hier eindeutig zu weit südlich. Also wurde der ganze See gestackt. Tja, der nächste See hatte ein riesiges eisfreies Loch, also hieß es die Straße entlang. Skier am Rucksack und wandern. Leider kannten wir die Straße schon, da wir uns hier mal leicht verlaufen hatten. Naja nun halt nochmal hierlängs, den richtigen Weg werden wir wohl nie kennenlernen. Von Kalhovd war dann auch eindeutig zu wenig Schnee um die Hardangervidda ganz zu queren. Eine Rückstransport zur Zivilisation gabs heute nicht. Nicht so schlimm, die Hytte ist schön, bleiben wir eine Nacht.
Und dann hieß es nächsten Tag wieder wandern. 16 km bis zu einem Parkplatz an dem wir mit einem Taxi zum Bus gebracht wurden. Herrlich. Aber das schöne war, das es größtenteils bergab ging und die Landschaft sich die ganze Zeit änderte. Da waren 16 km ja fast nichts. :)
Eine herrliche Tour 90 km in 5 Tagen kann sich sehen lassen, wo wir ja noch garnicht so richtig viel Skierfahrung haben. Tolles Erlebnis, wir werden sicher wiederkommen.

Am Bahnhof ausgestiegen machte sich auch gleich der starke und kalte Wind bemerkbar, da hieß es dann erstmal direkt Handschuh und Mütze an. Auf dem Bahnhof haben wir dann noch ne Frau mit ihrem Sohn aufgelesen, die auch zur Tuvahytte wollten. Dann hieß es den Anfang der Löype finden, da wir nicht das Eis queren wollten. Nach ein paar hin und her, war diese dann auch recht schnell gefunden und ab gings. Da die Hardangervidda ein Hochplateau ist, war dann auch erstmal der Aufstieg auf das Plataeu gefragt. Auf der anderen Seite der Vidda in Rykan befindet sich die Korssobahn, die einen bequem nach oben bringt. Hier heißt es hochstapfen. Aber bei jedem Schritt wird auch die Aussicht auf die umliegenden Berge schöner. Unser Mitläufer hatten wir bis nach oben hin hinter uns gelassen, die Frau hatte auch 29 kg auf dem Rücken, da war es kein Wunder. Wir haben uns stark an die DNT Packliste gehalten und hatten 12-13 kg auf dem Rücken, das ist ein Unterschied. Der Weg nach Tuva war mit 7 km recht kurz, aber der Wind machte sich dann oben immer mehr bemerkbar, vermischte sich mit Schnee und gab einen ersten Eindruck von Winter in den Bergen. Nach einer netten Abfahrt suchte ich auf dem GPS die Hytte, fand sie schließlich auch, sollte 100m vor mir sein. Jaja ein paar Schritte weiter machte sie sich in einer Senke bemerkbar. :) Die Hytte war sehr überlaufen, 20 Betten gabs plus Schlafsäle, aber 70 Leute waren dann noch ein wenig viel. Gott sei Dank wird niemand abgewiesen und wir haben ein Platz auf einer Matratze auf dem Boden bekommen. Nach einem lecker 3-Gänge Abendessen, was uns jeden Tag auf der Tour Abends erwartete gings dann in eine unruhige erste Nacht.
Der nächste Tag wartet mit viel Sonne und guter Laune. Auf gings zu unserem nächsten Ziel Heinseter. Trotz des Windes kamen wir sehr gut voran. Eine Abfahrt erwartet uns später nach Hein, herrlich. 2 1/2 Stunden für 14 km, das war gut. Waren aber sehr früh dadurch auf der Hytte, so dass wir nach Rücksprache mit meinem Arbeitskollegen entschieden haben weiter nach Rauhellern zu laufen. 12 km, sollten wir also dann bald da sein. Tja Pustekuchen. Der immer stärker werdende Wind, der von der Seite mit 5 Windstärken bläst machte es sehr beschwerlich und immer langsamer. Eine Pause war bei dem Wind nicht möglich, also immer schön weiter. Puuuuh. Völlig geschafft kamen wir nach 4 1/2 Std. in Rauhellern an. Da schmerzten einige Muskeln, aber ein richtiges Bett diese Nacht in einem Zimmer mit meinem Arbeitskollegen gleichte es dann etwas aus. Ein leckeres Essen gabs dann natürlich auch bevor wir sehr früh in die Betten vielen.
Der nächste Tag brachte uns auf dem Thermometer -15 Grad und windstille beim aufstehen. Herrlich. Also schnell lecker Frühstücken, packen und auf gehts. Die Planung hieß nun Querung der Hardangervidda, um Rückenwind statt Gegenwind zu haben. Gott sein Dank hatten wir noch kein Rückfahrtticket gebucht. Das Ziel hieß dan Marbu. Nach der Überquerung des Sees und dem Aufstieg wurden schnell Mütze und Handschuhe entfernt, in der Sonne ist es viel zu heiß. Kein Winde wehte, beschweren wollen wir uns mal nicht. Die Spur wurde heute zum Ende der Tour immer eisiger. 20 km standen diesmal auf dem Plan. Gegen 14:30 Uhr und gut gelaunt kamen wir an der netten Hytte in Marbu an. Da war dann noch viel Zeit sich in die Sonne zu setzen und mit ein paar Mitskiläufern zu quatschen.
Nächter Tag: Sonne, kein Wind. Und ein riesiger See vor uns. Es hieß also "stakken" was das Zeug hält. Das heißt einfach auf den Skiern stehen und sich mit dem Stocken abstoßen um vorwärts zu kommen. Sehr anstrengend, sehr sehr!! Besonders tuts unter den Füßen weh. Puuuh und dann diese Geräusche vom knackenden Eis, Schrecklich. In Norddeutschland geht man ja nicht zu oft aufs Eis. Auch wenn das Eis 1-2 m dick sein soll, hat mich das nicht zu sehr beruhigt. Besonders wenn es mal direkt und einem Gewittert. Pause haben wir dann lieber an Land gemacht. Sicher ist sicher. Die Skilöype haben wir dann nicht ganz gefolgt, sie sollte nochmals über die Berge gehen, aber das war uns zu wenig Schnee. Wir kommen hier eindeutig zu weit südlich. Also wurde der ganze See gestackt. Tja, der nächste See hatte ein riesiges eisfreies Loch, also hieß es die Straße entlang. Skier am Rucksack und wandern. Leider kannten wir die Straße schon, da wir uns hier mal leicht verlaufen hatten. Naja nun halt nochmal hierlängs, den richtigen Weg werden wir wohl nie kennenlernen. Von Kalhovd war dann auch eindeutig zu wenig Schnee um die Hardangervidda ganz zu queren. Eine Rückstransport zur Zivilisation gabs heute nicht. Nicht so schlimm, die Hytte ist schön, bleiben wir eine Nacht.
Und dann hieß es nächsten Tag wieder wandern. 16 km bis zu einem Parkplatz an dem wir mit einem Taxi zum Bus gebracht wurden. Herrlich. Aber das schöne war, das es größtenteils bergab ging und die Landschaft sich die ganze Zeit änderte. Da waren 16 km ja fast nichts. :)
Eine herrliche Tour 90 km in 5 Tagen kann sich sehen lassen, wo wir ja noch garnicht so richtig viel Skierfahrung haben. Tolles Erlebnis, wir werden sicher wiederkommen.
maoam - 8. Apr, 16:47
