Touren

Montag, 27. Mai 2013

Paris

Zu Weihnachten hab ich ein ganz besonderes Geschenk bekommen, nämlich eine Tour nach Paris übers Himmelfahrtswochenende um Moules Frites zu essen. Ich war noch nie in Paris, durchgefahren auf der Autobahn schon ein paar mal, also wurde es höchste Zeit. Schon Mittwochs nach der Arbeit ging es los und wir waren dann auch nicht allzu spät im Hotel in Paris. So dass wir am nächsten Morgen fit fürs Sightseeing waren. Auf dem Weg zum Notre Dame haben wir uns unterwegs noch Croissants und ein Croque Monsieur gekauft, das war beides sehr lecker. Die Kirche sieht wirklich echt toll aus, aber die Schlange für die Besichtigung war mir zu lang. Nebenan war noch ein Backfestival, so dass es hier gleich weiter mit den Leckereien ging. Es gab mega leckere Minicroissants und sehr leckere belegte Baguettes. Nach dieser zweiten Stärkung gings dann an der Seine entlang zum Louvre, auch eine ganz wunderbare lange Schlange. Die stöhrte mich aber gar nicht, da ich mir eh keine Bilder anschauen wollte. Ich hab lieber welche mit der Kamera gemacht. Vom Louvre aus ging es durch einen sehr schönen Park vorbei am kleinen Triumpfbogen zum Champs Elysees, eine breite Prachtstraße, die wirklich gut für das Tour de France Ziel geeignet ist. Am Ende des Champs Elysees kamen wir dann beim bekannten Triumpfbogen an, im Kreisverkehr drum rum war aber leider kein Verkehrschaos. Nach einem kurzen Blick auf den dritten Triumphbogen, der vom weiten sehr hässlich aussah, gings dann mit der Metro zum Eifelturm. Schön hoch ist das Ding ja und ein schönes Wahrzeichen, aber auch ein wenig hässlich vom nahen. Aber zum Bilder machen eignet es sich hier ja wunderbar. Anschließend gings dann noch nach Montmarte, ein nettes Stadtviertel mit vielen Künstler und der Sacre Coure.

Eifelturm

Nächstes Tag war Schlössertag. Erst ging es zum Schloss Pierrefonds, ein gut erhaltenes Mittelalterschloss, was als Filmkulisse für die Serie Merlin dient. War ein netter Ausflug dorthin, wo wir unterwegs auch noch einiges zu sehen bekommen haben.

Pierrefonds

Anschließend gings dann gleich weiter zum nächsten Schloss. Natürlich, Versailles. Aber wir haben uns mit den Gärten begnügte, die Schlange war lang, wie überall in Paris.

Am nächsten Tag gabs dann das nächste Schloss, diesmal das Märchenschloss im Disneyland. Das musste auch sein, ich wollte unbedingt Fahrstuhl fahren. :) Im Filmpark vom Disneyland, gibt es einen Fahrstuhl in einem Spukhaus. Und es hat sich wirklich gelohnt. Ein Fallturm, bei dem man sich vor lachen nicht mehr einkriecht. Herrlich, danke für den Tip, den ich von Saschas Papa bekommen hab. Ansonsten ist das Disneyland auch nett gewesen, sehr schön zurecht gemacht und wir hatten einen netten Tag dort. Hier waren die Schlangen sogar überraschen erträglich, oft sogar sehr kurz.

Sonntag war dann schon der letzte Tag, hier gings nochmal zum Notre Dame. Wir haben uns nochmal in die Schlange begeben um auf die Kirche zu gelangen, ich wollte mir doch gerne ein Blick von den Chimeres machen. Diese ulkigen Figuren, die von oben auf Paris blicken. Hat sich auch wirklich gelohnt. Anschließend gings dann sogar noch mal rein in die Kirche, da dort nur eine winzige Schlange war. Das schicke Rundfenster war schön anzusehen, ansonsten halt ne Kirche. Danach ging es zum Relaxxen in den Park Tuilerres beim Louvre und einer schönen Mittagspause mit Baguette und Wein. Am späten Nachmittag haben wir uns nochmal auf den Weg nach Montmarte gemacht um Moules Frites zu essen, dazu waren wir ja eigentlich hier. :)

Sacre Coure in Montmartre

Tja was kann ich sagen, vielen Dank fürs Weihnachtsgeschenk natürlich. Paris war definitiv ein Auslug wert. Aber wohnen tue ich doch lieber hier in Oslo.

Samstag, 6. April 2013

Highlight des Winters

Der April ist da und mit ihm ist jede Menge schønes Wetter gekommen. :)

Kurz vor Ostern haben wir aber erstmal Familienzuwachs bekommen und unsere Konten sind um einiges Ärmer geworden. Ein Touran nennt sich nun unser Eigentum und damit wird unser Leben um einiges flexibler und wohl noch tourenreicher oder vielleicht sind die Touren auch einfach in noch schöneren Gegenden. Die Hütten in der Oslomarka sind uns ja nun fast alle bekannt.
Zu Ostern ging es damit gleich auf Tour. Eine Hütte in Beitostölen wurde uns von der Arbeit zugelost. Da haben wir noch eine tschechische Freundin mit eingepackt und es ging dann von Mittwoch abend bis Montag abend in eine schöne Winterlandschaft. Die Zeit haben wir mit reichlich Skitouren verbracht. Langlauf, Abfahrt und Snowboard fahren war angesagt. Sascha hat sogar noch einen Kurs in Telemarkski genommen und nennt nun ein paar Telemarkski sein eigene. Jaja die Skisammlung wächst beständig, ich habe mir vor Ostern auch noch ein paar Fjellski zugelegt. Aber es kommt ja auch alles gut in Einsatz bei uns. Der Osterhase war am Sonntag auch noch dort und hat viele Naschies versteckt. Ansonsten haben wir die Zeit mit Lesen, Eier färben, Osterbrotbacken, Waffelbacken, Saunieren etc. verbracht.

Beitostölen

Nach 4 Tagen arbeiten war es dann Zeit für eine nächste Tour und das war wohl das Highlight des Winters. Gestern haben wir uns direkt nach der Arbeit auf den Weg ins Norefjell gemacht. 1,5 Std fahrt und dann gibts dort schon richtig hohe Berge. Auf dem Parkplatz haben wir direkt 2 Männer getroffen, die das gleiche Ziel wie wir hatten. Die Hütte Högevarde. Die ersten meter waren eher beschwerlich, es ging die Skipiste hinauf. Es war schon so spät dass kein Lift mehr fuhr, naja was solls. Sascha hatte vorher geschaut und meinte bis zur Hütte sind es ca. 200m Höhenmetern, es waren dann doch 600 Höhenmeter zum Schluss auf den 11 km zur Hütte. Teilweise sehr steil, so dass ich nochmal hochgegangen bin, was aber auch nicht einfacher war als mit Skiern Fiskebein hochzugehen.
Norefjell Langlauf
Belohnt wurden wir die ganze Zeit mit traumhaften Ausblicken. Links und rechts, beide Seiten einfach zu schön um eigentlich weiter zu laufen. Dazu ging dann später noch die Sonne unter und bescherte uns einen super Sonnenuntergang. Wir haben es aber noch gerade so im hellen zur Hütte geschafft. Die Männer die eine halbe Stunde vor uns angekommen sind hatten auch schon ordentlich eingeheizt. So hatten wir dann einen netten Abend mit den beiden und haben es uns richtig gut gehen lassen. Die Hütte hatte mehrere Schlafräume, so dass wir zu 4 sehr viel Platz hatten. Heute ging es dann fast immer nur runter und wir waren um einiges schneller als gestern. :)

Ein fantastischer Winterabschluss war das. Nun wandern die Ski wohl erstmal auf den Dachboden. Nächste Woche gehts nach Portugal in die Sonne. Danach wird wohl auch in Oslo Frühling sein. Nur im Mai brauchen wir die Skiern noch einmal für den Nationalfeiertag der Norweger, da gehts nochmal auf Bergtour. :)

Sonntag, 10. Februar 2013

Ein weiteres Wochenende in der Marka

Wenn man Sonntags morgens um 10 Uhr auf den Bus wartet und gerade fertig mit der Tagesskitur ist, bedeutet dass wohl, dass es wieder ein schönes Wochenende draußen in der Marka war. :)

Sonnentour

Freitags sind wir nach der Arbeit gleich wieder los. Diesmal ging es nach Romeriksasen in die Marka. In Furumo sind wir nach ca. 1 Std. Zugfahrt ausgestiegen. Da war nicht mehr viel Tageslicht vorhanden, so dass die Skitur von 10 km nach Snellingen im Dunkeln stattfand. Es ging wie so oft, größtenteils bergauf. Aber auch dass wurde gemeistert, so dass wir uns sehr gefreut haben an der Hütte zu sein. Wir waren hier schonmal Ende Oktober, diesmal hatten wir die Hütte aber für uns allein und haben uns einen schönen Abend hier gemacht. Der nächste Morgen war fantastisch, strahlen blauer Himmel und glitzender Schnee. Traumhaft wirklich! Die Tour ging nach Bekkestua, unterwegs sind wir in Rasjoen fuer eine Pause eingekehrt, wo wir uns mit Waffeln gestärkt haben. JamJam. Ich war sehr kaputt am heutigen Tag, so dass es trotz des super Wetters gefühlt eher schleppend voran ging. Nachdem ich unterwegs vor lauter kaputt sein in den Schnee gefallen war, war noch eine weitere Pause fällig. Die tat gut! So dass der Rest nach Bekkestua dann besser lief. Dort angekommen waren wir überrascht, dass die Tour 22 km lang war. Wir hatten gedacht es müssten 15 km sein. Da darf man dann auch ein wenig kaputt sein. Hier sollten eigentlich noch 2 weitere mit uns übernachten, die allerdings nicht gekommen sind. So dass wir es uns in der Hütte allein gemütlich gemacht haben. Auch schön. Heute morgen ging es dann früh aus den Betten. 7:35 Uhr klingelte der Wecker, wir wollten den Bus um viertel nach zehn schaffen, da wir noch zu Hausbesichtigungen wollten. Um 8:40 Uhr waren wir dann endlich auf den Weg nach Glitre. Es hatte in der Nacht geschneit, aber die Loipemaschine war schon unterwegs. Haha dachten wir. Die war nur die ersten 300 m gefahren. Unsere Abzweigung in den unpräperieten Teil haben wir dadurch nicht gesehen. Also wieder ein Stück zurück und dann haben wir Schneepflug gespielt. Die unterliegende Loipe war gerade noch so zu erkennen, ging also ganz gut. Sascha hab ich ordentlich gescheucht, ich wusste dass wir schnell sein mussten um den Bus zu schaffen. Noch früher wollte ich aber auf einem Sonntag auch nicht aufstehen. Da die letzten 2 km nur bergab gingen, waren wir dann auch pünktlich am Bus, der sogar 10 Minuten früher vor als ich es im Kopf hatte. Wir waren aber 7 Minuten vor der Abfahrtzeit da. :) 41 km waren es am Ende und ein schönes Wochenende.

Als wir zu Hause waren, haben wir uns gegen die Hausbesichtigung und für eine warme Marzipanschokolade auf der Couch entschieden. Hätten also es auch entspannter angehen können. :)

Sonntag, 3. Februar 2013

Aktive Skiwochen

Der Winter ist hier nun wirklich eingekehrt und wir genießen ihn mit vielen Skitouren.

Im Januar haben wir an einem Wochenende die Nordmarka von Nord nach Süd Überquert. Das kam eher spontan. Die Hütte Sinnerdammen die wir Silvester eigentlich schon besucht haben wollten, war frei an dem Samstag. So dass wir sie Montag mitgleich dem Skibus der uns nach Mylla Dam fahren soll gebucht haben. Am Abend vorher kristalisierte sich dann heraus, dass wir zu der geplanten Zugstation nicht laufen können, da der Fahrplan auch im Winter recht mau ist. Schade, aber so kommen halt dir größeren Pläne. Am Samstag war dann leider ein viel zu frühes Aufstehen angesagt, da der Skibus schon um kurz vor neun vom Hauptbahnhof abfahren sollte. Der Skibus fährt immer am Wochenende und wird vom hiesigen Skiforbund angeboten, wo wir auch Mitglied sind, um schneller und besser in die Marka zu kommen. Nach rund 1 1/2 Std. fahrt waren wir dann endlich am nordlichen Teil der Nordmarka. Hier erwartet uns eine schöne Winterlandschaft. Die Skier wurden schnell gewachst und dann ging die Fahrt los. Sie führte uns über viele Seen, die zugefroren waren und die Loipe mit Stöckern markiert war.

Wachsen

Wir waren heute aber beide recht müde, so dass die Fahrt nicht so leicht und locker von statten ging und wir doch einige Zweifel für den nächsten Tag hatten. Die heutige Tour war ca. 10 km und morgen ca. 20 km, so der Plan. Nach dann letztendlich 13 km kamen wir an der Hütte Sinnderdammen an. Wir waren doch sehr überrascht wie viel hier los war, Gott sei Dank waren die Horde Kinder und ihre Eltern nur hier um kurz Pause zu machen und sich aufzuwärmen. Puuuh. Schnell wurde es dann ruhiger und die Hütte war unsere. Wir haben es uns gemütlich gemacht, was in so einer schönen Hytte nicht schwer war. Es wurde gelesen, gespielt und geschlafen. Herrlich. Am späten Nachmittag kamen dann unsere Mitübernachter von einer zweiten Skirunde zur Hytte. Die waren auch sehr angenehme Mitbewohner, da die es auch ganz gemütlich angingen, so dass wir einen wirklich entspannten Aufenthalt hatten. Nach einem leckeren Indischen Curry, was wir am Abend vorgekocht hatten und ein paar Runden versuchten Go spielens ging es dann ab ins Bett. Die Nachtruhe wurde dann teilweise von Mäusegeknapper gestört, aber in den großen gemütlichen Betten schlief es sich ausgezeichnet. Nach dem reinemachen der Hytte ging es dann nach einem guten Frühstück zur Fortsetzung der Überquerung.

Hyttekos

Durch schöne Wälder und über gefrorene Seen näherten wir uns Stück für Stück Skansebakken in Sörkedalen. Unterwegs setzte dann aber ordentlich Schneefall ein, so dass wir dann glücklich waren in Heggelia für eine Pause einzukehren. Dort haben wir unsere Sachen übern Ofen zum trocknen aufgehängt und haben uns mit Pölse und mitgebrachten Snacks gestärkt. Die Pause tat wirklich gut, denn wir hatten auch noch ein ordentliches Stückchen vor uns. Das erweiste sich dann aber als größtenteils bergab, so dass es viele schöne rasante Abfahrten gab. Herrlich. Leider stach mir der Schnee auch ganz schön in die Augen. Nach dann 27 km, statt gedachten 20 km, kamen wir doch plötzlich schneller in Skansebakken an als gedacht und vor allem nicht so kaputt. Rasant ging es runter. So schnell und umproblematisch ging somit unsere erste Nord-Süd-Querung mit 40 km in 2 Tagen. Mit dem Bus ging es dann direkt nach Röa, was fast zu Hause war. Praktisch.

NordSueddQuerung

In der Woche ging es dann noch auf zu einer Abendskifahrt mit Leuten von der Arbeit. Wir wurden mitgenommen nach Solighögda. Von dort starteten wir mit einigen Wachsproblemen, die eine Starke Verzögerung der Tour bedeuteten. Aber mit 5 cm Schneeklumpen unter den Skiern vor es sich verständlicherweise nicht gut. Meine Ski waren ein wenig zu glatt, so dass auch ich schnell nachgewachst habe. Aber dann ging es endlich los, die ersten Kilometer entlang einer Lysloipe wo wir wirklich fast allein unterwegs waren. Die beleuchtete Loipe war dann aber irgendwann zu Ende. Die anderen packten ihre Stirnlampen aus. Ups daran hatte ich nicht gedacht. Naja macht nichts, die Augen sind ja anpassungsfähig. Also ging es dann weiter im Dunkel durch den Wald. Das war so herrlich. Stille überall und der schöne Wald im Dunkeln. Das war wirklich eine schöne Tour. Und wir hatten auch noch so nette Mitskifahrer, was wir ja sonst nicht so oft haben auf unseren Touren. Nach 13 km waren wir dann zurück am Auto, und nach einer halben Stunde Autofahrt waren wir dann wieder zu Hause.

Dieses Wochenende starte früh, direkt nach der Arbeit ging es auf Tour. Mit dem Arbeitsbus ging es nach Sandvika, von wo aus wir einen Zug nach Asker genommen haben, wo der nächste Bus schon auf uns warte der uns zu Skiloipe am Golfklub gefahren hat. Unser Ziel war die hochgelegene Hovdehytta. So dass die Skitour größtenteils bergauf ging. Da die Loipemaschine gerade frisch die Loipen gezogen hatten, hatten wir wunderbare Bedingungen und genoßen den Abend und die heraufziehende Dunkelheit. Etwas überrascht waren wir nach etlichen Kilometern dunkle Waldloipen wieder hellbeleuchtete Pisten am Solli Gard zu haben. Aber so ging es hier wieder flott voran, in einem Loipengewusel. Dank GPS fanden wir den Weg allerdings problemlos. Der angedachtet Startpunkt für das letzte Stück unpräperierte Loipe war dann aber nicht so vielversprechend, keine einzige Spur oder Markierung zeugte von einer Loipe. Also ging es zu einer anderen Stelle, wo es eine zweite unpräperiete Loipe geben sollte. Puuuuuh auch hier nichts. Also rein in den Tiefschnee und Loipe suchen. Das brauchte 2 Anläufe, dann waren wir aber auf der Loipe. Aber von Loipe war eignetlich nicht zu sprechen. Es war tiefer Schnee und ab und an, konnten wir mit unseren Stirnlampen rote Makierungen an Bäumen finden. Der letzte Kilometer zu Hytte hatte es wirklich in Sich. Immer wieder versunken wir im tiefen Schnee, ganze besonders gekämpft haben wir an den bergauf Stücken. Wo wir mit viel Kraftanstrengungen uns hochgekämpft haben. Jaja, wir zwei Abenteurer. Im Dunkel sah man auch nicht allzu viel, so dass wir auch einige Steile Stücke runtergesaust sind, ohne zu wissen wo es eigentlich hin geht. Da macht man dann auch mal einen Hechtsprung in den Tiefschnee. Das GPS zeigte nicht immer ein wirkliches vorwärtskommen an, dass merkten wir aber auch selber. Die Stimmung wurde dann wieder besser, als wir das erste mal einen tollen Ausblick auf die unterliegende Stadt Asker bekamen. Fantastisch, da freuen wir uns schon auf den Ausblick im hellen.

Skiexpedition

Die Hytte war aber immernoch ein Stücken weg, so dass weiter geschwitzt und geflucht wurde. Aber jede "Expedition" hat mal ein Ende, die Hytte kam nach einem sehr langem Kilometer in Sicht. Jipie. Eiskalt war sie natürlich, ist ja keiner hier der den Ofen angemacht hat. Sascha ging dann erstmal los zum Wasser und Feuerholz holen. Das hat aber sehr lange gedauert, da hab ich mir langsam Sorgen gemacht. Was auch zurecht war, der Brunnen war sehr weit weg, immer wieder ist er im tiefen Schnee eingesunken. Ein Skistock musste dran glauben, Wasser gabs auch nicht, da der Brunnen eingeforen ist. Aber Sascha war wieder an der Hytte. Puuh. Dann wurde endlich Feuer im Ofen gemacht, und Schnee geschmolzen und warmes Essen gekocht. Das tat gut, wir waren doch gut durchgefroren. Der Abend wurde aber nicht lang, zu kaputt waren wir von der Tour. So dass wir es uns schnell im Hems gemütlich gemacht haben und direkt eingeschlafen sind. Der nächste Tag lieferte uns eine tolle Aussicht von hier oben. Die Hytte liegt wirklich schön hier oben. Die Rückfahrt ging um einiges schneller, nun gabs es Licht und Spuren von der gestriegen Expedition im Schnee. Ein kurzer Waffelstopp beim Solli Gard wurde auch noch eingelegt, bevor wir die Abfahrt nach Asker angingen. Ich war froh, wieder am Zug zu sein. Der gestriege Abend hatte mich doch sehr geschafft. Das GPS zu Hause lieferte uns dann auch Aufschluss. Für die ersten 9 km bergauf brauchten wir 2 Stunden, für den letzten Kilometer zur Hytte dann nochmal 1!!! Stunde. Wow, so ein Abenteuer direkt in Stadtnähe. Schön ist es aber am Samstag zurück zu sein, so dass wir noch ein ganzes Wochenende vor uns haben und genießen.

HovdehyttaAussicht

Dienstag, 15. Januar 2013

Kalte Markanacht

Donnerstag haben wir endlich mal den Hobbit im Kino angeschaut. Hier bezahlt man neben einem riesen Batzen Eintrittsgeld fuer die 3D Vorstellung dann auch nochmal Geld fuer den Kauf einer 3D-Brille. Diese behælt man dann und darf sie jedes mal wieder mitschleppen zum Kino. Ok sie ist persønlich und dann hoffentlich nicht zerkratzt und kaputtt, war trotzdem ein wenig merkwuerdig, wenn man es sonst anders gewoehnt ist. :)

Nun am Wochenende sind wir dann mal wieder auf eine Hyttetour in die Marka aufgebrochen. Mit dem Zug ging es nach Movatn, was eine schnelle Zugfahrt. Relativ schnell ist man aus der Stadt draussen und fæhrt dann durch die Marka, was Movatn zu einem beliebten Startpunkt fuer Touren macht. Bei wunderschønen Wetter gings dann los, die Schneeverhæltnisse waren um einiges besser als ich erwartet hatte, so dass es eine gute Skitour immerschøn bergauf zur "Store Tomtehytta" ging. Die Hytte ist sehr abgeschieden gelegen, die letzten 700 m gibts keine Loupe mehr, so dass man dort seine Ruhe hat. Die Hytte haben wir uns mit einem Vater und 3 Kindern und spæter noch mit einem Franzosen geteilt. Wir hatten einen sehr netten Abend dort, mit guten Unterhaltungen. Die anschliessende Nacht war ein wenig kalt. Unser Schlafraum war im Gang, dort konnte man nicht heizen. So dass wir mit viel Wollklamotten ins Bett sind und ich noch zusætzlich meine Daunenjacke genommen habe zum zudecken. Es war die Nacht so kalt ueber, dass die Fenster von innen gefroren waren. Am liebsten hætte man sich mit dem Kopf in der Decke verkrochen, weil das Gesicht so kalt war, aber dann wurde die Luft so schnell knapp. :)
So waren wir næchsten Morgen ein wenig muede, aber die Skitour ging dann nur bergab, so dass wir schnell wieder munter waren. In Movatn waren wir dann eine Stunde zu frueh fuer den Zug, so dass wir entschieden haben weiter Stadt einwærts zu laufen. 2 Stationen weiter wollten wir dann in den Zug steigen. 2 Minuten vor der eigentlichen Abfahrt haben wir dann von einem Mann erfahren, dass die Station niedergelegt worden ist und von hier kein Zug mehr fæhrt. puuuuuh, das ist dumm. Wir waren doch nun langsam sehr durchgeforen. Minus 16 Grad war nicht gerade warm. Glueck im Unglueck, er hat schnell organisiert, dass ein Freund von ihm uns mitnimmt. Statt uns an der næchsten Bushaltestelle rauszuschmeissen, wurden wir bis 4 T-Bahn Stationen von zu Haus aus mitgenommen. Und die Bahn vor gerade ein, als wir dort standen. So dass wir super schnell zu Haus waren. :) Wirklich nett von ihm. Zu Hause war es dann nicht viel wærmer, aber jedenfalls gabs eine warme Dusche, so dass dann nurnoch eine kleine Forststelle im Gesicht von der kalten Markanacht zeugte. :)

Montag, 7. Januar 2013

Tromsø im Winter

Am Wochenende war es endlich soweit, der "Møketidsløp" stand an in Tromsø. Im Sommer war ich schonmal hier zum Lauf zur Mitternachtssonne und wollte nun auch unbedingt Tromsø ohne Sonne erleben. Mit dabei war eine Freundin aus Oslo mit ihrem Freund und Sascha. Ich muss sagen, ich war sehr ueberrascht, dass es doch nicht stockdunkel den ganzen Tag ist. Hier geht ja 2 Monate die Sonne nicht auf. Es ist zwar nicht lange Tageslicht, aber so von um 11 bis 14 Uhr ist es doch etwas hell, da ist natuerlich auch abhængig von der Bewølkung.

Wir zwei Eskimos in Tromsö

Freitags sind wir noch ein wenig durch die Stadt geschlendet und haben nochmal ne Tour zur Ishavskathedrale gemacht und waren cachen. Danach sind wir dann in unser "Riesenbett" im Hotel gefallen. 2 mal 2 Meter, was fuer ein Luksus. Am Samstag gabs nach einem schønen Fruehstueck im Hotel dann wieder in die Stadt. Dort haben wir noch das Polarmuseum besucht, war sehr schon zurecht gemacht und interessant ein wenig mehr ueber Roald Amundsen und Nansen zu lernen. Ein Besuch lohnt sich. Am Nachmittag um 15:20 Uhr ging es dann zum Laufen. Durch keine vorherige Vorbereitung, kam nur die 5 km Strecke in Frage. Die lief sich mit den Spikes unter den Schuhen wunderbar und auch ganz gut von der Zeit trotz Husten und null Training. :) Anschliessend sind wir nach einer Dusche noch zusammen Essen gegangen, bevor wir mit dem Auto noch ausserhalb Tromsø gefahren sind auf der Jagd nach Nordlichtern. Und tatsæchlich, Stig hatte eine super Nordlichtnase, haben wir welche gesehen. Nicht so stark wie auf den Postkarten aber doch sehr deutlich. Fantastisch.

Am Sonntag war es dann Zeit fuer meine erste "Topptur". Wir haben uns Schneeschuhe ausgeliehen und ab gings dann mit dem Bus etwas ausserhalb von Tromsø. Dort erwartete uns der Rødtinden. Ca. 500 m hoch. Da wir auf quasi auf 0 meter høhe waren, mussten diese dann auch alle erklommen werden. Puuuuh. Hatte ich zuerst nicht gedacht, das wir da hochkommen, gerade auch weil nicht so viel Tageslicht zur Verfügung steht und wir keine Stirnlampen dabei hatten. Aber wir haben es hoch geschafft! Eine fantastische Aussicht auf die umliegenden Sunde und Berge und natürlich Trosmø. Das Laufen mit den Schneeschuhen ging auch super, guter Halt. Hammer diese Tour, die gehørt auf jeden Fall zu den Favoritetouren die wir bisher unternommen haben. :)

Erste Topptour auf den Rødtinden in Tromsø

Nun sind wir back in Oslo, übermüdet, da der Flieger gestern spæt zurück ging. Viel mehr Tageslicht ist hier auch nicht, weil es so diesig ist und schlechtere Schneeverhæltnisse. Naja wir machen das beste draus.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Ein Monat- zwei Hüttentouren und Besuch

Ja im Oktober war viel los. Gestartet ist er mit einer Hüttentour mit Lenka und Sascha. Auf gings es nach Katnosdammen ganz oben in Nordmarka. Das Wetter war wunderschön an dem Wochenende. Nach einer Tour wo es viel Bergauf ging, kamen wir dann irgendwann an der Hütte an und waren verwundert, dass es dort sogar Strom gab. Gibt es sonst nicht an den Hütten. Aber sowas war natürlich auch nett. Die Hütte war mit 16 Leuten ausgebucht, wir haben uns es gemütlich mit einer dem Kartenspiel "Wizard-Extreme" gemacht und haben den Abend und die Tour zu dritt genossen.

See an der Rabjoernhytte

Dann war Besuch angesagt. Nadine kam mit ihren zwei Jungs vorbei. Ganz allein, was ich total klasse fand, dass sie es wirklich gemacht hat. Da haben wir sie natürlich vom Flughafen abgeholt. Leider haben sie Magendarm mitgebracht, so dass Henrik in der ersten Nacht mal direkt alle halbe Stunde gespuckt hat. Sascha und mich hat es dann am Wochenende erwischt, das Spucken konnten wir uns verkneifen, dem Magen gings aber garnicht gut. So dass wir auch ein wenig ausser gefecht waren. So dass die Woche leider etwas ruhig war, aber ich glaube wir hatten trotzdem eine schöne Zeit und so wird das nächste mal nur umso besser. :)

Nun am Wochenende gings dann gleich wieder los zu einer Hüttentour. Das erste mal gings direkt Freitag nach der Arbeit los. Nach 1 Stunde Zugfahrt dann das große Erstaunen, hier so weit nördlich in der Oslomarka lag schon Schnee. Nicht sehr viel aber trotzdem hat es für eine grosse Freude gesorgt. So sind wir Freitag die 8 km bis nach Snellingen im Schnee gestapft, nachher mit Stirnlampe ausgestattet, da es hier ja schon früh dunkel wird. Die Hütte war super gemütlich und wir haben einen schönen Abend mit lecker Essen und quatschen verbracht. Am Samstag gings dann ab zur nächsten Hütte. Rabjörnhytta. Ein Traum von Hytte. Direkt an einem See gelegen und sehr gemütlich. Bei den fröstlichen Temperaturen haben wir uns eine Tour im Ruderboot bei frischen Wind gespart. Später am Abend fror dann der ganze See schnell zu als der Wind nachliess. Das ging schnell, unglaublich. Die Hütte haben wir uns mit zwei Familien und ihren Kindern geteilt, so dass die Nacht ein wenig kurz war. Glück war nur dass die Zeit umgestellt worden war und wir ja eigentlich schon ne Stunde länger geschlafen haben. ;) Heute gings dann also früh los durch die frostige Landschaft, so dass wir auch früh wieder hier zu Haus waren. Hier haben wir dann erstmal unseren neuen Fernseher mit einer DVD eingeweiht. Der alte ist beim Umzug kaputt gegangen, so dass nun Zeit für ein neuer war. Ist ja jezt die richtige Jahreszeit dafür.

Morgenstimmung am Rabjörnsee


Nun warte ich hier auf den Schnee. Angeblich sollen heute Nacht bis zu 15 cm Schnee hier fallen. Lassen wir uns überraschen.

Sonntag, 2. September 2012

Besseggen

Endlich, ich habe meinen ersten Elch gesehen. :) Am Freitag ging es nach der Arbeit mit Sascha auf nach Jontunheimen in die Berge. Die 5 Stunden Busfahrt wurden durch Staus in Oslo zu 6 Stunden. Aber auf dem Weg zwischen Fagerness und Beitostolen war dann die Freude bei mir gross als ganz gemuetlich ein Elche ueber die Strasse stapfte.

Bessegen in Jontunheimen

Ziel des Wochenendausfluges war Gjendesheim. Hier haben wir in einer Huette der Touristforening in einem grossen Schlafsaal uebernachtet. Wir waren mit Abstand nicht die einzigsten die das gute Wetter am Wochenende nutzen wollten. Samstag war dann also Besseggen angesagt. Die Wanderung Norwegens, ein richtiger Klassiker. Die Tour kann entweder in Gjendesheim oder in Memrubu gestartet werden, da wir auf das Boot nach Memrubu 2 Stunden hætten warten muessen, sind wir also von Gjendesheim aus los. Da heisst es dann eigentlich immer noch Bergauf, 800 Høhenmeter.

Hier hat meine eine wunderschøne Aussicht auf die schneebedeckten Berge Jontunheims und auf einige Gletscher. Herrlich. Die Landschaft hier oben ist aber sehr karg und besteht nur aus Steinen. Aber links kommt immer wieder der Gjendesee mit seiner tuerkisgruenen Farbe ins Blickfeld. Richtig beeindruckend wir es dann am eigentlich Besseggen. Nicht nur der Gjendesee ist dann zu sehen, sondern auch noch der blaue Bessvannet. Der Besseggen ist ein schmaler Grad den man runter bzw. hochkrachseln muss. Hier trifft man meist auch auf die Wanderer die aus der Gegenrichtung gestartet sind. Wir hatten hier wirklich Glueck mit dem Wetter und konnten das so richtig geniessen. Immer wieder haben wir kleine Pausen gemacht um die Landschaft zu geniessen, cachen konnte wir auch 2 mal zwischendurch. Schon toll wo die Leute Geocaches ueberall verstecken.

Nachdem wir den Bessvannet hinter uns gelassen hatten, verzog sich das Wetter in wenig und es kamen vereinzelnde Tropfen nieder. Das hielt aber nicht lange an, so dass wir nachher beim Abstieg nach Memrubu wieder tolle Sicht hatten. Auch hier war viel los und so kamen wir nicht direkt mit dem ersten Boot zurueck nach Gjendesheim, sondern mussten etwas warten. Nach guten 20 Minuten Bootsfahrt waren wir dann zurueck und haben uns einen schønen Abend in der Huette gemacht. Hatten ein unglaublich gutes Essen dort und haben schon wieder ein bisschen rumgeplant was mit als naechstes unternehmen kønnen.

Heute morgen sind wir dann nach einem reichhaltigen Frueckstueck mit dem Bus wieder zurueck nach Oslo gefahren. Ein deutlicher Temperatur unterschied. Hier ist T-Shirt Wetter, auf dem Besseggen hatten wir gestern Handschuh und Muetze auf. :)

Freitag, 3. August 2012

Endlich wieder Wildwasser

Im Juli war endlich Zeit fuer Urlaub, eine Woche spæter als geplant, so konnte Sascha allerdings auch mit in den Urlaub kommen. Es sollte wieder mit dem Kanuverein zum Wildwasserpaddeln nach Frankreich gehen. Ich musste nun allerdings noch spontan nen neuen Flug buchen, der guenstigste, der immernoch teuer war, ging nach Amsterdam, so dass Sascha mich von dort abgeholt hat. Er hat dann næchsten Tag seinen letzten Arbeitstag gehabt, in der Zeit war ich noch Geocachen und hab das Auto gepackt. Um 14 Uhr gings dann nach einem kurzen Einkaufsstopp endlich los in Richtung Sueden. Unterwegs mussten wir noch einen Stop einlegen und ich habe mir noch nen Wildwasserkajak gekauft, lange hab ich ueberlegt und dann endlich gekauft. Nun mit 4 Kajaks auf dem Dach gings weiter durch Luxemburg rein nach Frankreich. Wir sind fast durchgefahren, nur nachts um 3 Uhr war es dann doch Zeit um 2 Stunden zu døsen. Puenktlich zum Fruehstueck sind wir dann aber in Langeac bei den vorgefahrern Paddlern aus Rendsburg angekommen.

WW in Frankreich

Die erste Paddeltour wurde fuer den næchsten Tag auf dem Allier angesetzt. Prades-Langeac, ist nicht mega spannend, aber wenn sich direkt nach 50m jemand reinlegt ist es doch sehr lustig. :) Am næchsten Tag wurde zum Lot uebergesetzt, wo dann noch die restlichen 4 Paddler auf uns gestossen sind. Die Gruppe war nun komplett und næchsten Tag wurde der Lot gepaddelt, nachdem mein neues Kajak noch schnell auf den Namen "Nis Puk" getauft wurde. Flusstechnisch hielt sich das sehr in Grenzen, es hætte sich wirklich gelohnt an der obigen Spielstelle zu verweilen. Aber næchsten Tag wurde zurueck zum Allier umgesetzt, dieses mal an den Oberlauf nach Chapeauroux. Hier wurden die Etappen nun auch schøner. Die Waldschlucht wurde gleich zweimal gepaddelt, dann wurde ein Tagesausflug an den Tarn unternommen. Landschaftlich sehr schøn, Wildwassertechnisch ist es fuer Anfænger, die allesamt auch viel Spass hatten. Dann wurde der Oberlauf vom Allier gepaddelt. Das wildwassertechnisch anspruchsvollste Stueck, wo auch nur ein Teil der Truppe gepaddelt ist. Leider hatten wir sehr wenig Wasser, so das die Tour ein wenig længer gedauert hat. Ich habe die Tour unterwegs mit jemanden abgebrochen, wir waren ein wenig zu kaputt. Bis zur Bruecke von Joncheres waren aber viele gute Stuecke dabei, wo sich die Tour auf jeden Fall gelohnt hat. Nach 3,5 - 4 Std. wurden wir von dort dann vom Rest der Truppe wieder abgeholt. Sicher eine Tour die man nicht zu schnell vergisst. Zum Abschluss am Allier wurde dann noch die Monistrolschlucht gepaddelt, wo auch wieder die anderen mit Einsteigen durften. Eine sehr spassige Angelegenheit, auch immer Sommer lustige Stellen und auch bei den ganzen Kenterungen eine tolle Tour.

Nun wurde nochmal der Zeltplatz gewechselt, es ging in die franzøsischen Seealpen zum Verdon. Hier war ich noch nie zum paddeln, freute mich dementsprechend drauf. Hier war es sehr touristisch, im Zentralmassiv ist es sehr ruhig und beschaulich. Nach etlich angefahrenen Zeltplætzen haben wir auch endlich ein Platz bekommen, an die Strasse hatte man sich dann auch irgendwann gewøhnt, obwohl man in der ersten Nacht noch dachte, dass der LKW einem durch das Zelt fæhrt. Landschaftlich war es hier am Verdon unglaublich schøn, auch das Wetter war der Hammer. 35 Grad hatten wir immer mit Tendenzen nach oben. Das Wasser fuer den Verdon kommt aus einem Stausee, hier wurde leider nur 1-2 mal wøchentlich Wasser abgelassen. In unserer Woche nur 1 mal. Diese Paddeltour war allerdings super. Wir sind den Pre-Canyon gepaddelt. Schønes Wildwasser in einer tollen Schlucht. Der Ausstieg war dort wo der richtige Canyon beginnt, beeindruckend. Wir sind natuerlich auch im Canyon ein wenig gewandert, fuer eine richtig lange Wanderung war es allerdings zu heiss. Wir sind dann noch auf dem Var gepaddelt, in der Gorge Daluis. Eine Schlucht, die nicht allzu schwer zu paddeln ist. Allerdings hatten wir hier extremes Niedrigwasser, die Kajaks sind nun sicher um einiges leichter, da wir so viel Material an Steinen abgefahren haben. :) Hat sich aber gelohnt, wann hat man schliesslich so ein Schluchterlebnis und dann noch mit tollem roten Gestein. Die restlichen Tage haben wir mit Baden und Wikingerschach spielen entspannt verbracht. Obwohl es auch noch eine tolle Paddeltour in die Schlucht vom Verdon gab, allerdings sind wir ins Schluchtende gepaddelt. Hier tobte der Bær, ueberall Trettboote, aber auch das vestændlich, da es hier so super schøn war.

Jaja, da freut man sich schon auf den næchsten Paddelurlaub. Nun wohne ich ja auch im Top-Wildwasserpaddelland von Europa, mal sehn, dass ich hier auch mal zum Wildwasserpaddeln komme.

Sonntag, 8. April 2012

Hardangervidda im Winter

Da wir in Oslo leider zu wenig Schnee hatten, mussten wir unsere Urlaubsplanung für Ostern verändern und sind dann spontan geplant in die Hardangervidda. Dies ist so fast der einzigste Ort zum Skilaufen hier in Norwegen. Mein Arbeitskollege hat witzigerweise eine ähnliche Strecke mit seinen Kinder geplant, so dass wir diese dann am Sonntag im Zug nach Haugastöl getroffen haben. Die Anreise war gemütlich, und draußen grünte es nur so. Da wussten wir nicht, ob wir wirklich Schnee bekommen sollten. Mein Arbeitskollege meinte kurzerhand wir sollten statt in Haugastöl schon in Ustaoset aussteigen, da wir starken Wind haben sollten und so die Strecke angenehmer wäre. Also dann eine vorher ausgestiegen und kurz vorher war auch eine fantastische Winterlandschaft vor den Fenstern zu sehen.

Hardangervidda Sascha und ich

Am Bahnhof ausgestiegen machte sich auch gleich der starke und kalte Wind bemerkbar, da hieß es dann erstmal direkt Handschuh und Mütze an. Auf dem Bahnhof haben wir dann noch ne Frau mit ihrem Sohn aufgelesen, die auch zur Tuvahytte wollten. Dann hieß es den Anfang der Löype finden, da wir nicht das Eis queren wollten. Nach ein paar hin und her, war diese dann auch recht schnell gefunden und ab gings. Da die Hardangervidda ein Hochplateau ist, war dann auch erstmal der Aufstieg auf das Plataeu gefragt. Auf der anderen Seite der Vidda in Rykan befindet sich die Korssobahn, die einen bequem nach oben bringt. Hier heißt es hochstapfen. Aber bei jedem Schritt wird auch die Aussicht auf die umliegenden Berge schöner. Unser Mitläufer hatten wir bis nach oben hin hinter uns gelassen, die Frau hatte auch 29 kg auf dem Rücken, da war es kein Wunder. Wir haben uns stark an die DNT Packliste gehalten und hatten 12-13 kg auf dem Rücken, das ist ein Unterschied. Der Weg nach Tuva war mit 7 km recht kurz, aber der Wind machte sich dann oben immer mehr bemerkbar, vermischte sich mit Schnee und gab einen ersten Eindruck von Winter in den Bergen. Nach einer netten Abfahrt suchte ich auf dem GPS die Hytte, fand sie schließlich auch, sollte 100m vor mir sein. Jaja ein paar Schritte weiter machte sie sich in einer Senke bemerkbar. :) Die Hytte war sehr überlaufen, 20 Betten gabs plus Schlafsäle, aber 70 Leute waren dann noch ein wenig viel. Gott sei Dank wird niemand abgewiesen und wir haben ein Platz auf einer Matratze auf dem Boden bekommen. Nach einem lecker 3-Gänge Abendessen, was uns jeden Tag auf der Tour Abends erwartete gings dann in eine unruhige erste Nacht.

Der nächste Tag wartet mit viel Sonne und guter Laune. Auf gings zu unserem nächsten Ziel Heinseter. Trotz des Windes kamen wir sehr gut voran. Eine Abfahrt erwartet uns später nach Hein, herrlich. 2 1/2 Stunden für 14 km, das war gut. Waren aber sehr früh dadurch auf der Hytte, so dass wir nach Rücksprache mit meinem Arbeitskollegen entschieden haben weiter nach Rauhellern zu laufen. 12 km, sollten wir also dann bald da sein. Tja Pustekuchen. Der immer stärker werdende Wind, der von der Seite mit 5 Windstärken bläst machte es sehr beschwerlich und immer langsamer. Eine Pause war bei dem Wind nicht möglich, also immer schön weiter. Puuuuh. Völlig geschafft kamen wir nach 4 1/2 Std. in Rauhellern an. Da schmerzten einige Muskeln, aber ein richtiges Bett diese Nacht in einem Zimmer mit meinem Arbeitskollegen gleichte es dann etwas aus. Ein leckeres Essen gabs dann natürlich auch bevor wir sehr früh in die Betten vielen.

Der nächste Tag brachte uns auf dem Thermometer -15 Grad und windstille beim aufstehen. Herrlich. Also schnell lecker Frühstücken, packen und auf gehts. Die Planung hieß nun Querung der Hardangervidda, um Rückenwind statt Gegenwind zu haben. Gott sein Dank hatten wir noch kein Rückfahrtticket gebucht. Das Ziel hieß dan Marbu. Nach der Überquerung des Sees und dem Aufstieg wurden schnell Mütze und Handschuhe entfernt, in der Sonne ist es viel zu heiß. Kein Winde wehte, beschweren wollen wir uns mal nicht. Die Spur wurde heute zum Ende der Tour immer eisiger. 20 km standen diesmal auf dem Plan. Gegen 14:30 Uhr und gut gelaunt kamen wir an der netten Hytte in Marbu an. Da war dann noch viel Zeit sich in die Sonne zu setzen und mit ein paar Mitskiläufern zu quatschen.

Nächter Tag: Sonne, kein Wind. Und ein riesiger See vor uns. Es hieß also "stakken" was das Zeug hält. Das heißt einfach auf den Skiern stehen und sich mit dem Stocken abstoßen um vorwärts zu kommen. Sehr anstrengend, sehr sehr!! Besonders tuts unter den Füßen weh. Puuuh und dann diese Geräusche vom knackenden Eis, Schrecklich. In Norddeutschland geht man ja nicht zu oft aufs Eis. Auch wenn das Eis 1-2 m dick sein soll, hat mich das nicht zu sehr beruhigt. Besonders wenn es mal direkt und einem Gewittert. Pause haben wir dann lieber an Land gemacht. Sicher ist sicher. Die Skilöype haben wir dann nicht ganz gefolgt, sie sollte nochmals über die Berge gehen, aber das war uns zu wenig Schnee. Wir kommen hier eindeutig zu weit südlich. Also wurde der ganze See gestackt. Tja, der nächste See hatte ein riesiges eisfreies Loch, also hieß es die Straße entlang. Skier am Rucksack und wandern. Leider kannten wir die Straße schon, da wir uns hier mal leicht verlaufen hatten. Naja nun halt nochmal hierlängs, den richtigen Weg werden wir wohl nie kennenlernen. Von Kalhovd war dann auch eindeutig zu wenig Schnee um die Hardangervidda ganz zu queren. Eine Rückstransport zur Zivilisation gabs heute nicht. Nicht so schlimm, die Hytte ist schön, bleiben wir eine Nacht.

Und dann hieß es nächsten Tag wieder wandern. 16 km bis zu einem Parkplatz an dem wir mit einem Taxi zum Bus gebracht wurden. Herrlich. Aber das schöne war, das es größtenteils bergab ging und die Landschaft sich die ganze Zeit änderte. Da waren 16 km ja fast nichts. :)

Eine herrliche Tour 90 km in 5 Tagen kann sich sehen lassen, wo wir ja noch garnicht so richtig viel Skierfahrung haben. Tolles Erlebnis, wir werden sicher wiederkommen.

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